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Hiller Objektmöbel GmbH & Co. KG
Blick in die Zukunft ist auch im
Mittelstand ein Muß.
Planung und Steuerung ist Chefsache
In vielen kleinen Unternehmen gibt es weder eine eigenständige DV-Abteilung
noch einen Stab von Controllern. Die Unternehmensplanung und -steuerung
ist hier Chefsache. Daß es auch in kleineren Organisationen mit
intelligentem Software-Einsatz funktioniert, stellt die Hiller Objektmöbel
unter Beweis.
"Kein Unternehmen kann es sich heute noch leisten, ins Blaue zu
wirtschaften", konstatiert Michael Hübschle, Geschäftsführer
beim Möbelhersteller Hiller Objektmöbel GmbH & Co. KG in
Kippenheim. Die Unternehmensplanung und -steuerung ist hier Chefsache.
Die Situation steht stellvertretend für viele mittelständische
Betriebe.
Wie viele Industriezweige hat auch die Möbelindustrie in den letzten
Jahren eine drastische Bereinigung erfahren müssen. Eine falsche
Produktpolitik, nicht erkannte Markttendenzen sowie gestiegene Kosten
bei Personal und Material haben für so manchen Mitbewerber von Hiller
zum Konkurs geführt. So heißt es heute, sich mit neuen Produkt-
und Marktstrategien im verstärktem Maß von der Konkurrenz
abzusetzen. Dazu gehört auch die Erschließung internationaler
Geschäftsbeziehungen. Um sich heute erfolgreich behaupten zu können,
so Hübschle, ist eine konsequente Unternehmensplanung und -steuerung
zwingend erforderlich. Die Aufgabe ist ihm so wichtig, so daß er
sie zur Chefsache erklärte und selbst in die Hand nahm.
Dazu zählt auch der monatliche Abgleich des Budgets mit den Ist-Daten
aus der Finanzbuchführung. Anhand des Ergebnisses ist er in der
Lage, dort, wo die Zahlen aus dem Ruder laufen, sofort gezielte Maßnahmen
zur Gegensteuerung zu ergreifen. Das erforderliche Zahlenmaterial und
die speziellen Auswertungen stellt ihm seit Anfang 1998 das Planungs-
und Analyseprogramm Corporate Planner zur Verfügung. Geplant und budgetiert wird bei Hiller
Objektmöbel nach dem Bottom-up-Verfahren für jeweils ein Geschäftsjahr.
Als Basis dienen die monatlichen Kosten und Umsätze vom Vorjahr,
wobei auch saisonale Schwankungen einfließen. Die Ausgaben müssen
dabei einer neuerlichen Prüfung unterzogen werden, um sie den sich ändernden
Unternehmenszielen und -strategien anzupassen. Zunehmender Wettbewerb,
Expansion in internationale Märkte, aber auch neue Produktstrategien,
um weitere Marktsegmente zu erschließen, erforderten jährlich
deutlich steigende Werbebudgets, so Hübschle.
Unterstützt wird die Planungsarbeit zusätzlich durch das Instrument
des "Goal Seeking". So läßt sich für einzelne
Bereiche ein Planwert eingeben und das Programm ermittelt mittels der
eingerichteten Struktur und der Vergangenheitswerte entsprechende Resultate.
Der Vorschlag kann ohne und mit Änderungen übernommen werden.
Zusätzlich zum normalen Budget werden die Werkzeuge für Forecast
und Best- und Worst-Case-Prognosen genutzt.
Auf der Basis von Planung und
Budget fährt Hübschle den monatlichen
Soll-Ist-Abgleich. Die spezielle Abweichungsanalyse im Corporate Planner
ermöglicht es ihm, Ausreißer per Mausklick aufzuspüren.
Ohne aufwendige Suche sieht er sofort, in welchen Kostenblöcken
Abweichungen aufgrund welcher Ursachen entstanden sind. So kann er schnell
und mit gezielten Maßnahmen gegensteuern. Genutzt wird weiterhin
die im Programm vorgesehene Simulation beziehungsweise die Was-Wäre-Wenn-Analyse.
Klassische Anwendung hierfür sind geplante Lohnerhöhungen.
Mit dem Werkzeug der Simulation läßt sich schnell überschauen,
wie eventuelle Anhebungen zu Buche schlagen oder wie sich zeitliche Verschiebungen
auf das Budget auswirken.
Für Entscheidungen in puncto Make or buy werden die Zahlen aus
der PPS-Software herangezogen. Generell, so Hübschle, seien nicht
nur monetäre Aspekte ausschlaggebend. Lieferbereitschaft, Qualität
und Zuverlässigkeit spielten bei der Beurteilung eine ebenso wichtige
Rolle.
Für weitergehende Analysen bietet das eingesetzte Programm standardmäßig
alle Formen betriebswirtschaftlicher Kennzahlen. Von Hiller Objektmöbel
werden die Kennziffern für Umsatzrentabilität, Material- und
Personalaufwandsquote, Umsatz je Mitarbeiter, Cash-flow sowie Eigen-
und Gesamtkapitalrendite für unternehmerische Entscheidungen herangezogen.
Ein
wichtiger Punkt ist für Geschäftsführer Hübschle
die im Leistungsumfang enthaltene Liquiditätsplanung, die unter
anderem als Instrument dient, die Kapitalbindung so gering wie möglich
zu halten. Längerfristige Lieferantenlieferzeiten und parallel kurzfristige
Kundenlieferzeiten bedingen für bestimmte Komponenten eine Lagerhaltung
und damit Kapitalbindung. Eine Logistikkette nach dem Just-in-Time-Prinzip
ist deswegen nur schwerlich aufzubauen. Um so wichtiger ist es Lagerbestände
zu optimieren.
Insgesamt sind in dem Unternehmen 30 PCs unter Windows NT
installiert. Neben MS-Office und dem System "Sivas" für die Produktionsplanung
und -steuerung (auf Oracle-Basis) werden die Varial-Produkte für
Finanzbuchführung, Kostenrechnung sowie Lohn und Gehalt eingesetzt.
Die Einführung der Varial-Kostenrechnung ist für das kommende
Halbjahr geplant. Zielsetzung wird sein, Kostenblöcke noch detaillierter
aufzuschlüsseln. Theoretisch kann Hübschle dann auch die Schnittstelle
der Varial-Kostenrechnung zum Corporate Planner nutzen. Vorrangige Priorität
hatte für ihn allerdings zunächst, mit dem Corporate Planner
Erfahrungen zu sammeln - was möglich war, da bereits auf der Basis
von Gewinn-und-Verlust-Konten (GuV) entscheidendes Zahlenmaterial zur
Verfügung steht. Die GuV-Konten werden monatlich automatisch aus
der Varial-Finanzbuchführung übernommen.
Hübschle schätzt vor allem die vereinfachte Planung und Budgetierung
mit Hilfe von Standardfunktionen. Zudem möchte er die Einrichtung
von Planzahlen und -Budgets basierend auf Vorjahreszahlen bis hin zu
Forecast sowie Best- und Worst-case-Darstellungen heute nicht mehr missen.
Bis
alles so richtig rund lief, war allerdings bei der Einrichtung der Strukturen
im Corporate Planner Fleißarbeit angesagt. "Der
einmalige Aufwand hat sich aber gelohnt," sagt Hübschle zufrieden.
Stellvertretend
für viele mittelständische Unternehmen steht
der Objektmöbelhersteller Hiller aus Kippenheim. Hier ist die Planung
und Steuerung des Betriebes Chefsache. Der monatliche Abgleich der Budgets
und die Planung nach dem Bottom-up-Verfahren werden vom Geschäftsführer
höchstpersönlich erledigt. Aber auch die Ermittlung von Kennziffern
wie Umsatzrentabilität und Cash-Flow gehören zum Repertoire
der One-man-Show.
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